Jetzt gibt es Meconomy auch auf Papier – in vier verschiedenen Farbvarianten
Ich hätte vor ein paar Wochen noch nicht gedacht, dass ich diese Zeilen einmal schreiben würde: Mein Buch MECONOMY kann man ab heute auch ganz klassisch gedruckt auf Papier kaufen. Im Bild oben sieht man das erste Exemplar, das ich vorgestern selbst bekommen habe.
Ich dachte nicht, dass das passiert, weil ich MECONOMY ja ohne Verlag heraus gebracht habe. Ich hatte mich ganz zu Anfang des Prozesses mal erkundigt, was es kosten würde, das Buch als Print on Demand zu vertreiben, also mit dieser Technik, bei der nicht ein paar tausend Bücher gedruckt werden, sondern immer nur eins, wenn es bestellt wird. Ergebnis meiner Recherche im letzten Herbst: Ein Exemplar hätte in der Herstellung über 15 Euro gekostet. Ich hätte es für über 20 Euro verkaufen müssen, um eine vernünftige Gewinnspanne zu erreichen (denn der Dienstleister behält ja auch immer seinen Anteil) und das war mir zu teuer.
Auch darum entschied ich mich, Meconomy zunächst nur als E-Book und iPhone-App zu veröffentlichen. Ich glaube tatsächlich, dass der Markt und die Akzeptanz für elektronisches Lesen in verschiedenen Formaten und auf diversen Geräten in diesem Jahr auch in Deutschland einen Durchbruch erleben werden. Leserfeedback und Verkaufszahlen (bislang schon über 500) haben mir da recht gegeben, finde ich. Trotzdem haben mir immer wieder potentielle Käufer geschrieben und gesagt: Sie würden das Buch ja kaufen, aber nur auf Papier. Und ein bisschen kann ich das verstehen – in meinem Wohnzimmer füllen Papierbücher an zwei Wänden Regale bis zur Decke und gedruckte Bücher stapeln sich neben meinem Bett.
Für mich ist das nicht schwarz oder weiß, kein entweder/oder. Ich nehme da gern Musik als Analogie: Ich höre sie in verschiedenen Formaten je nach Situation – auf der Anlage zu Hause lege ich sogar noch Vinyl auf, in der Küche höre ich Radio oder CDs, im Wohnzimmer steht ein iPod-Dock und unterwegs sind es MP3s. Das eine schließt das andere nicht aus, wobei das Digitale tendenziell an Anteil gewinnt. So ähnlich wird es in naher Zukunft auch mit Büchern sein.
Darum habe mich mich sehr gefreut, als ich Jörg Dörnemann, den Chef des Berliner Book-on-Demand-Unternehmens epubli, kennengelernt habe, der all das ähnlich sieht. Er hat mir einen so guten Preis für die Herstellung von MECONOMY gemacht, dass ich mein extrem ehrgeiziges Ziel erreichen konnte: Das Buch sollte günstiger sein als mein erstes. Heute kann ich mit etwas Stolz verkünden: MORGEN KOMM ICH SPÄTER REIN kostet 18,90 Euro – MECONOMY 16,90.
Außerdem erlässt epubli allen Käufern von MECONOMY die Versandkosten, die normalerweise 4,95 Euro betragen. Man kann das Buch also online bestellen und sich umsonst schicken lassen. Achtung: Dazu muss man im epubli-Shop den folgenden Code eingeben:
epubli-meconomy
Zweite gute Nachricht: MECONOMY gibt es ab heute auch bei Amazon zu kaufen, hier kommen allerdings drei Euro Versandkosten für den Marketplace dazu (Tipp: epubli ist also günstiger). Außerdem ist es – auf Bestellung – im stationären Buchhandel erhältlich. Es steht zwar (noch) nicht in den Läden, aber der Buchhändler findet es im “Verzeichnis lieferbarer Bücher” und kann es ganz normal ordern.
Dritte gute Nachricht: Um die Möglichkeiten von Print on Demand auszunutzen, wobei ja eben immer nur je das bestellte Buch gedruckt wird – und in Anlehnung an das animierte Cover der elektronischen Version – gibt es Meconomy mit vier verschiedenen Covern. Man kann sich also die Farbversion aussuchen, die einem am besten gefällt (oder: die der zu beschenkenden Person gefallen wird). Ich persönlich mag ja die orange sehr gern …
Auch hier gilt wieder mein Versprechen, dass niemand das Buch in verschiedenen Formaten doppelt kaufen muss: Wer mir die Rechnung des (Papier-)Buchkaufs mailt, bekommt das E-Book als PDF umsonst. Dieses Angebot gilt leider nicht rückwirkend oder andersherum, sprich: Wer das Buch elektronisch kauft oder gekauft hat, bekommt keinen Rabatt auf die Print-Version – da ist die Gewinnmarge aufgrund des sehr fairen Preises zu klein.
































Albert Warnecke
15. March 2010 — 12:30Na, was schreib´ ich im Kommentar zu http://wasmitbuechern.de/index.php/2010/03/10/was-meinen-sie-ist-eine-buch-flatrate-die-zukunft/
Bücher mit verschiedenfarbigen Covern ;-)
Und hier ist es verwirklicht! Viel Erfolg bei dem Experiment!