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Markus Albers Twitter:

    Interview in der Lufthansa Lounge und ein Streit mit Freizeitpapst Horst W. Opaschowski

    Einige neue Veröffentlichungen rund um “Morgen komm ich später rein”:

    Für die aktuelle Ausgabe von Lufthansa Exclusive (das ist das Magazin für Vielflieger) habe ich Dr. Wilhelm Bauer vom Fraunhofer IAO zum Thema Mobiles Arbeiten interviewt. Passenderweise in einer Lufthansa Senator-Lounge. Wer den Artikel nachlesen möchte: Ein PDF steht im Rezensionen-Bereich.

    Das Hamburger Abendblatt hat das Buch sehr freundlich besprochen, ebenso Stephan List in seinem Toolblog. Im Interview für seine Seite work.innovation wollte Alexander Greisle nicht nur wissen, wie ich den Buchstart mit einigen Wochen Abstand bewerte, sondern auch noch Folgendes: “Mich würde zum Schluß Deine ehrliche Einschätzung interessieren: Wie empfindest Du menschlich Deine Aufnahme in die Online-Community? Und wie beurteilst Du die Auswirkungen auf Deinen Arbeits- bzw. Lebensalltag?” Wer meine Antworten lesen möchte, klickt hier.

    In der Hörzu gab es eine große Geschichte über “Deutschland 2030″, offenbar anlässlich eines gleichnamigen neuen Buches des Zukunftsforschers Horst W. Opaschowski, auch bekannt als “Freizeitpapst”. Obwohl ich in meinem Buch ja gerade nicht über Entwicklungen in mehr als 20 Jahren schreibe – weil ich anders als Opaschowski der Meinung bin, dass sich so ferne Prognosen kaum seriös machen lassen –, werde ich in dem Kontext auch zitiert. Das ist doppelt interessant, weil er dann auch noch ganz anderer Meinung ist als ich. Und so liest sich das in der Hörzu:

    Die Bürorevolution hat schon begonnen. Davon ist der Politologe und Autor Markus Albers überzeugt: „Wir sind die erste Generation, die sich vom Schreibtischzwang befreien wird.“ Auch Festangestellte sitzen im Jahr 2030 nicht mehr in trostlosen Großraumbüros, sondern arbeiten, wann und wo sie wollen – zu Hause, im Café, am Flughafen. „Das verschafft Freiheit, bedeutet aber auch Erreichbarkeit rund um die Uhr“, prophezeit Albers. Die mit Handy und E-Mail aufgewachsene Generation lässt sich nicht an den Schreibtisch ketten.

    Diesen Optimismus teilen nicht alle. Horst W. Opaschowski: „Das ist zwar alles machbar, aber nur für einige wenige Führungskräfte realistisch.“ Seine These sieht anders aus: „Auch in Zukunft wollen junge Aufsteiger Wurzeln schlagen und das Jobnomaden-Dasein verlassen.“ Vor allem, weil die Belastung steigt. 0,5 x 2 x 3 könnte die Arbeitsformel von morgen lauten – die Hälfte der Mitarbeiter verdient doppelt so viel und muss dafür dreimal so viel leisten wie früher.

    Den Zusammenhang habe ich, ehrlich gesagt, nicht ganz verstanden, und Opaschowskis Begründung ist leider eine schlichte Meinungsäusserung, die nicht empirisch gestützt wird. Vielleicht liegt’s aber auch an den Kürzungen der Redaktion.

    Was noch? In der Beilage Enable der Financial Times Deutschland ist “Morgen komm ich später rein” die größte Buchbesprechung. Michael Prellberg gibt – ich würde mal sagen: zustimmend – die Buch-Argumentation wieder und zieht das Fazit: “Das Büro als Zentrum für das Erledigen von Arbeit hat ausgedient. Je eher Firmen umdenken, desto begehrter werden sie als Arbeitgeber sein.” Auch Hörzu und FTD finden sich hier als PDF.

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