Drei Regeln, wie man Vorträge hält und frei redet (plus: 5 vorbildliche Videos)
Schwitzige Hände, brummelnder Bauch, gleich geht’s los… hoffentlich funktioniert die Technik… jetzt bloß keinen Blackout …
Frei vor vielen Menschen zu reden fällt den meisten nicht leicht. Mir auch nicht. Aber ich sage mir, dass nicht viel schiefgehen kann, wenn man drei Regeln einhält:
1) Gründlich recherchieren
2) Gestaltung und Technik selbst lernen
3) Keine Angst, Fehler zu machen. Und dann: Üben, üben, üben.
Ich weiß schon, das klingt nicht nach Raketenwissenschaft. Ist es aber auch nicht. Ich schaue mir derzeit online viele TED-Reden an (und andere gute Vorträge). Die besten sind eher low-tech und jedenfalls lässig. Wie diese von Sachbuchautor Malcolm Gladwell:
Ich bin derzeit also in den Phasen 1) und 2). Analysiere andere gelungene Präsentationen. Versuche, grundlegende gestalterische Regeln zu beherzigen. Arbeite mich in Keynote ein, das ich vorher noch nie verwendet habe (ist aber wirklich sehr komfortabel). Suche kostenlose Stockfotos zusammen, die trotzdem gut aussehen.
Finde SELBST heraus, wie man das MacBook an einen zweiten Bildschirm anschließt, dann in Präsentationsmodus geht etc. (nichts ist ja schlimmer als kurz vor dem Vortrag die Technik nicht ans Laufen zu bekommen und dann garantiert keinen Fachmann vor Ort zu haben. Oder einen, der sich dezidiert nur mit Windows auskennt und nicht mal die Play-Taste von Keynote findet – habe ich mal bei den Lead Awards gesehen. Auf der Bühne. Vor Publikum. Quälende 10 Minuten.)
Als nächstes folgt dann Punkt zwei. Üben, natürlich erst mal zu Hause. Einstieg merken, um den Anfangsblackout zu vermeiden. Übergänge pauken. Vortragszeit messen. Lernen, mit dem Präsentationsmodus von Keynote zu arbeiten (praktisch: der zeigt auch Notizen und die je nächste Folie an).
Dann aber vor allem: Üben in der Praxis. Wenn mal was schief gehen sollte, immer an Punkt 3) denken und wieder rauf aufs Pferd. Ein leicht hakeliger Vortrag bedeutet ja nur: Übergänge, Argumentation, Folienzahl und Technik kontrollieren. Und dann möglichst schnell wieder den nächsten halten. Irgendwann läuft’s quasi automatisch und spätestens ab dann müssen Spontaneität, Spaß und individueller Stil dazu kommen.
Mittwoch, 12. November, geht meine kleine Vortrags-Tour los: Da diskutiere ich auf Einladung von Hamburgpolis an der Uni der Hansestadt über die Frage “Lebst Du schon oder arbeitest Du noch?”. Übermorgen, Donnerstag, 13., bin ich in Dülmen – dort bat mich die dortige Wirtschaftsförderung, über “Famlienbewusste Personalpolitik” zu sprechen. Am 21. November stelle ich in Hamburg das Buch einer Gruppe von MBA-Studenten vor. Und am 1. Dezember bin ich auf Einladung des Arbeitsinstituts IZA in Bonn, um dort im Rahmen des 10. Jubiläums des Instituts meine Buchthesen den Policy Fellows zu präsentieren. Im neuen Jahr bin ich schon als Redner bei Innovativ-In eingeladen und bei Otto. Die Sache wird also zur (hoffentlich angenehmen) Regelmäßigkeit.
Hier noch vier meiner Lieblingsvorträge, auf die ich bei meiner Recherche gestoßen bin.
Sehr entspannt – Merlin Mann:
Großartige Visualisierung – Hans Rosling:
Sehr sicher und souverän – Kevin Kelly:
Keine Folien – Tim Ferriss:
































