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Markus Albers Twitter:

    Arbeiten wie in “Minority Report”, sowie: digitale Filmsets, Luxus-U-Boote und der Soldat der Zukunft

    In meinem Artikel über die Easy Economy, den ich kürzlich für die Welt am Sonntag geschrieben habe, kam ja kurz Tino Schaedler vor. Tino ist ein junger deutscher Architekt, der hauptberuflich digitale Filmsets für Hollywood-Filme baut, aber nebenher gerade mal eben die Zukunft der mobilen Arbeit miterfindet. Dazu hat er – zusammen mit John Underkoffler, dem wissenschaftlichen Berater des Films Minority Report – den sogenannten Cocoon entwickelt, der oben im Bild zu sehen ist. Ein kurzer Auszug aus meinem Artikel erklärt, worum’s geht:

    Der Cocoon ist “eine Kapsel, in der Menschen per virtueller Realität – ähnlich wie Tom Cruise im Film – mit weit entfernten Kollegen zusammenarbeiten können, so als wären sie im selben Raum. Der deutsche Architekt und Filmdesigner Tino Schädler hat das Gerät zusammen mit Underfkoffler entwickelt – noch gibt es nur den Entwurf, im kommenden Jahr soll bereits ein Prototyp folgen.

    Schädler, der sich einerseits die künstlichen Welten in den Filmen Charlie and the Chocolate Factory, V for Vendetta oder Harry Potter ausgedacht hat, andererseits aber als Architekt handfeste Gebäude baut, will mit dem Cocoon nun die Arbeitswelt revolutionieren: ‘Viele träumen von einem Szenario, in dem wir von einem abgelegenen Haus auf dem Lande aus arbeiten können oder besser mit dem Büro in Verbindung bleiben, wenn wir reisen‘, sagt der 36-Jährige, der selbst ständig um den Globus jettet und dabei mit Kollegen in Australien, Korea oder Los Angeles per Laptop zusammenarbeitet.

    ‘Der Cocoon schafft ein virtuelles Büro, in dem all die subtilen und spontanen Interaktionen des traditionellen Arbeitsplatzes möglich werden’, sagt Schädler: ‘Menschen auf der ganzen Welt können zusammenarbeiten. Ihre Produktivität wird dabei nicht mehr davon bestimmt, wo sie sich aufhalten’, lautet die Utopie des Deutschen, der in Los Angeles lebt und die Zukunft der Arbeit mit für Hollywood typischer Unbefangenheit angeht.”

    Ursprünglich hatte ich Tino aber aus einem ganz anderen Grund getroffen: Für die immer sehr aufwendige Best of Germany-Ausgabe der Zeitschrift AD habe ich ihn zu seinem eigentlichen Job interviewt. Wer wissen möchte, wie digitale Kulissen in Hollywood heute entstehen, und warum man dafür eine Menge Architekturgeschichte kennen muss, liest den Artikel in der letzten Ausgabe der AD oder schaut ihn sich hier an.

    A propos Werkschau: In der aktuellen Monocle sind zwei kleine Stücke von mir: Eine Meldung über den Niedergang des Marktes von Luxus-U-Booten für superreiche Scheichs. Und dann habe ich für zwei Kollegen vor Ort ein Fotoshooting in Afghanistan organisiert. Im Rahmen der Serie Brands Explained wird der Soldat der Zukunft erklärt, also eigentlich die derzeitige High-Tech-Ausrüstung, mit der deutsche Truppen dort operieren.

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